Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Erklärung zu den Vorfällen bei den Kreishallenmeisterschaften 2019 im Kreisfußballverband Rendsburg-Eckernförde

Der Vorstand des Kreisfußballverband Rendsburg-Eckernförde gibt folgende Erklärung zu den Vorfällen bei den diesjährigen Kreishallenmeisterschaften vom 05.01.2019 in Eckernförde ab.

Ablauf der Handlungen
In dem Vorrundenspiel zwischen dem Gettorfer SC und dem Rendsburger TSV beleidigte ein Spieler des Rendsburger TSV einen Schiedsrichter. Der Schiedsrichter sprach daraufhin die rote Karte aus. Er wiederholte diese Aussage und bedrängte den Schiedsrichter währenddessen. Die Turnierleitung in der Halle entschied, dass der Spieler aus dem Turnier ausscheidet. 
Leider blieb es nicht bei dieser Entscheidung. Sie wurde nach Anhörung des betroffenen Spielers und eines Vereinsoffiziellen des Rendsburger TSV durch das „Schiedsgericht“ aufgehoben. Der Spieler wurde mit einer Sperre von zwei Turnierspielen bestraft. Dies wurde damit begründet, dass die Aussage der Schiedsrichter gegen die Aussage des Spielers stünde. 
Die sechs Schiedsrichter, die vom KFV in der entsprechenden Vorrundengruppe eingesetzt wurden, erklärten nach Bekanntwerden der reduzierten Sperre, dass sie das nächste Spiel, an welchem der fehlbare Spieler spielen dürfe, nicht leiten werden. Als Grund brachten sie einen Verstoß gegen die Spielordnung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, diese fordert in jedem Fall den Turnierausschluss nach einer roten Karte, und das respektlose Verhalten des Spielers an. Das Spiel wurde somit ohne Schiedsrichter ausgetragen. 
Der gesamte Vorfall erzeugte heftige Diskussionen in den sozialen Netzwerken und brachte mehrere Artikel in der regionalen Presse hervor.

Der Vorstand des KFV hat sich daher entschlossen, alle Vorkommnisse sukzessive aufzuarbeiten und sich die entsprechende Zeit dafür zu nehmen. Zunächst wurde ein Sonderbericht seitens der Schiedsrichter angefertigt, welcher über das Kreisgericht abgewickelt wurde. Außerdem wurde von Seiten des Schiedsrichterausschusses ein Verfahren gegen die sechs Spielleiter eröffnet und abgeschlossen. Zuletzt fand ein Klärungsgespräch zwischen teilen des Vorstandes, dem Schiedsrichterausschuss und den beteiligten Schiedsrichtern statt. 

Fazit und Maßnahmen für die Zukunft

  1. Durchführungsbestimmungen dürfen nicht den Richtlinien für das Fußballspielen in der Halle widersprechen. Somit wird zukünftig ein Spieler/-in, der/die bei den Futsal Kreismeisterschaften eine Rote Karte erhält von dem Turnier ausgeschlossen.
  2. Der Vorgang wird an das zuständige Gericht zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Damit ist sichergestellt, dass ein ordentliches Verfahren von dem zuständigen Gericht durchgeführt wird. Entscheidungen über eine Sperre unter Zeitdruck, nicht Anhörung aller zu treffen, war falsch. Sie hat zu einer vollkommen falschen Beurteilung der Situation geführt. Somit auch zu einer falschen Entscheidung. Auf Grund des o. a. Verfahrens kann es so etwas nicht mehr geben.
  3. Der Vorstand des KFV hätte sich gewünscht, dass die Schiedsrichter ihren Unmut nicht durch einen Streik zum Ausdruck gebracht hätten. Kann mit den jetzt vorliegenden Informationen aber sehr gut nachvollziehen warum es für die in der Halle angesetzten Schiedsrichter wichtig war, in dieser Situation ein wirksames Zeichen zu setzen.
    Des Weiteren appellieren alle Organe des Kreisfußballverbandes an ein respektvolles Miteinander und ein gelebtes Fairplay. Nicht nur auf den Sportplätzen und in den Sporthallen, sondern auch in den sozialen Medien und der Presse.

Es ist bedauerlich, dass ehrenamtliche Schiedsrichter jetzt nicht nur auf den Sportplätzen, sondern zunehmen in den sozialen Medien persönlich angegriffen und beleidigt werden.

Der Vorstand