DFB-Qualifizierungskonzept

  • So stellt die im Jahr 2003 durch den DFB verabschiedete Ausbildungsordnung einen wesentlichen Baustein dieser Qualifizierungsoffensive dar. Sie schafft bundesweit einheitliche Ausbildungsinhalte und Rahmenrichtlinien.
  • Zum ganzheitlichen Ansatz tragen die Qualifizierungsebenen (Direktservice per Internet, Kurzschulung im Verein, Lizenzvorstufen mit geringem Zeitaufwand oder der Einstieg in das Lizenzausbildungssystem) bei.
  • Maßnahmen zur Qualitätssicherung beziehen sich auf die gesamte Aus-, Fort- und Weiterbildungstätigkeit des DFB. Sie zielen darauf ab, eine dauerhafte und zielgerichtete Verbesserung der Bildungsarbeit zu gewährleisten. Insbesondere werden hier die Bereiche Einrichtungsqualität, Durchführungs- und Programmqualität sowie die Erfolgsqualität des Bildungsangebotes einer kontinuierlichen Qualitätssicherung unterzogen.
  • Moderne Lehrmethoden in der Erwachsenenbildung: Hinwendung vom lernzielorientierten zum teilnehmerorientierten Unterricht. Der Teilnehmer an Lehrgängen steht im Mittelpunkt der Ausbildung. Der Referent wird vom reinen "Wissensvermittler" zum "Lernhelfer".
  • Qualität und moderne Lehrmethoden sind ohne ein angemessene Weiterbildung der ehren- und hauptamtlichen Multiplikatoren auf DFB- und Landesverbandsebene nicht zu leisten. Die Weiterbildung wird somit zu einem wichtigen Baustein der gesamten Qualifizierungsoffensive.

Bildungsarbeit ist eine Investition in die Menschen. Der DFB und seine Verbände investieren knapp zehn Millionen Euro jährlich in die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Sie kommen damit auf beeindruckende Weise dem Satzungsauftrag nach.

Ob auf Vorträgen im Verein oder zentralen Lehrgängen an den 24 Sportschulen der Fußball-Landesverbände in Deutschland: Auf über 5000 Lehrveranstaltungen im Jahr ist der organisierte Fußballsport bemüht, seine ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die künftigen Aufgaben fit zu machen. In den vergangenen drei Jahren haben weit über 50.000 Menschen an Bildungsveranstaltungen des Fußballs teilgenommen. Diese Zahlen verpflichten und unterstreichen die Bedeutung der DFB-Qualifizierungsoffensive.

Für Trainer

Die Impulse und kreativen Verbesserungen durch die neue DFB-Ausbildungsordnung fließen in die Spitzentrainerausbildung ebenso wie in die lehrpraktische Arbeit an der Basis ein. Wichtig ist mir, dass hierbei die Interessen der Teilnehmer im Mittelpunkt stehen. Denn sie sind es schließlich, auf die es ankommt und die ihr erworbenes Fachwissen mit "Herzblut" weitergeben und anwenden sollen.
Erich Rutemöller, DFB-Trainer und DFB-Chefausbilder

Bereits seit Sommer 2001 bietet der DFB den Trainern an der Basis mit dem Projekt "Training online" Unterstützung in der Trainingsarbeit. In Zusammenarbeit mit dem kompletten DFB-Trainerstab bietet der DFB kostenlose Trainingstipps für die Juniorentrainer - und die zweiwöchentlich aktualisiert! Eine weltweit beispielhafte Aktion zur Förderung der Juniorenarbeit - eine optimale Unterstützung für die Trainer vor Ort, die oftmals über keinen Trainerschein verfügen und dankbar für jede Anregung sind.

Weitere Informationen zum Projekt Training online finden Sie hier: http://www.dfb.de/index.php?id=500920

Der Schwerpunkt der Qualifizierung bleibt die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Trainer. Ob im Breitenfußball (als Fachübungsleiter) oder im mittleren bis höchsten Leistungsfußball (als Trainer):
Das Kerngeschäft ist die fußballspezifische Bildungsarbeit. Dies verdeutlichen auch die Lizenzstatistiken des Deutschen Fußball-Bundes. Rund 95% aller Lehrangebote auf DFB- und Verbandsebene – vom Teamleiter Kinder bis zur Fußball-Lehrer-Ausbildung vermitteln Fußballfachkompetenz. Doch die Bandbreite der Aufgaben nimmt zu, und daher erhalten die übrigen Ausbildungsgänge wie z.B. Freizeit- und Breitensport bis hin zur Jugendleiter- und Vereinsmanagerausbildung zunehmend an Bedeutung. Über 86.000 gültige Lizenzen im Fußballbereich legen Zeugnis ab, dass die Ausbildungsangebote gut angenommen werden. Allein 18 verschiedene Ausbildungsgänge ermöglichen es dem Interessenten, sich konkret für sein späteres Einsatzfeld in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Senioren – im Breiten-/ oder Leistungsfußball ausbilden zu lassen. Die Struktur und die Inhalte aller Ausbildungsgänge werden gemeinsam von DFB und Mitgliedsverbänden entwickelt. Diese Kooperation macht uns stark und erfolgreich.

Ausbildung zum Teamleiter

Dieses Angebot richtet sich an Trainer/Betreuer, die einen möglichst einfachen Einstieg in eine erste fußballspezifische Ausbildung finden möchten.
Die Ausbildung umfasst mit 70 Unterrichtseinheiten (UE) einen moderaten Zeitrahmen.
Sie teilt sich auf in einen Basislehrgang von 30 UE und einen Profillehrgang von 40 UE.
Es stehen die Profile "Kindertraining" (G- bis E-Juniorenteams), "Jugendtraining (D- bis A-Juniorenteams) und "Seniorentraining" zur Auswahl.
Die Lehrgänge werden entweder dezentral von den 14 Kreisfußball-verbänden (KFV), wobei die Ausbildung in Wochenend- oder Abendveranstaltungen erfolgt, oder zentral von der Sportschule in Malente durchgeführt. Lediglich das "Senioren-Profil" ist ausschließlich an der Sportschule in Malente möglich.

Am Ende der Ausbildung steht eine kleine theoretische Prüfung an.

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Ausbildung zur C-Lizenz Breitenfußball

Die nächste Ausbildungsebene ist gedacht für Trainer, die eine umfassendere Ausbildung als die des "Teamleiters" wünschen, aber noch nicht in Leistungsklassen tätig sind.
Die Ausbildung zur "C-Lizenz Breitenfußball" umfasst 120 Unterrichtseinheiten.
Am Anfang der Ausbildung steht wiederum der Basislehrgang von 30 UE. - "Teamleiter" und Anwärter auf die-C-Lizenz Breitenfußball werden in dieser Phase der Ausbildung gemeinsam ausgebildet.
Danach müssen die zukünftigen C-Lizenzinhaber Breitenfußball zwischen den Profilen.

  • "Kinder und Jugendbereich" ( 40 UE Kinder- und 40 UE Jugendprofil) oder
  • "Erwachsene" im unteren Amateurbereich (40 UE Jugend- und 40 UE Seniorenprofil)

wählen (insgesamt also 80 UE). - Diese können dezentral in den jeweiligen Kreisfußballverbänden (KFV) oder auch zentral in der Sportschule Malente durchgeführt werden.
Die abschließende Prüfung umfasst 10 UE und muss - in Malente - in den Bereiche

  • Lehrpraxis (Lehrprobe) und
  • Theorie (mündlich und schriftlich) absolviert werden.

Ausbildung zur DFB-C-Trainer-Lizenz

Die DFB-C-Trainer-Lizenz richtet sich an alle Teilnehmer im Junioren und Seniorenbereich, die leistungsorientiert arbeiten wollen.
C-Trainer sind berechtigt, alle Amateurmannschaften bis einschließlich der 5. Spielklasse, alle Frauen-Mannschaften (mit Ausnahme der Bundesligen) und alle Junioren (mit Ausnahme der Bundesliga sowie der Regionalliga) zu trainieren.
Die Ausbildung zum C-Trainer umfasst 140 Unterrichtseinheiten (UE). Sie teilt sich auf

  • in zwei Grundlehrgänge mit jeweils 40 UE (C I und C II)
  • und einen Profillehrgang (C III) mit 40 UE.

Für den C III Lehrgang müssen die Teilnehmer zwischen den Profilen

  • "Seniorentrainer" und
  • "Juniorentrainer" wählen.

Die abschließende Prüfung umfasst 20 UE und muss - in der Sportschule Malente - in den Bereichen

  • eigene Fußballpraxis
  • Theorie (mündlich, schriftlich, Regelkunde) und
  • Lehrpraxis (Lehrprobe und freier Vortrag zum gewählten Profil) absolviert werden.

DFB-Qualifizierungssystem im Bereich Organisation und allgemeine Sportpraxis

"Der Deutsche Fußball-Bund wird seine Funktion als Servicestelle für seine Mitgliedsverbände, Vereine und die vielen Mitarbeiter an der Basis weiter ausbauen. Damit meine ich in erster Linie eine zeitgemäße, attraktive und zielgruppenspezifische Qualifizierung der Trainer, Übungsleiter, Schiedsrichter, Verbands- und Vereinsfunktionäre sowie Fußball-Unterrichtenden an den Schulen. Ziel ist eine spürbare Qualitätsverbesserung in allen Bereichen unseres Sports. Die Umsetzung der vielfältigen Bildungsinhalte in die konkrete Praxis der Lehrarbeit verstehen wir als einen Prozess, bei dem stets der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Konzeption liegt vor, die Rahmenbedingungen sind gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden erarbeitet. Nun werden wir die Aufgaben Schritt für Schritt umsetzen", beschreibt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger Aufgaben und Hintergründe der Qualifizierungsoffensive.

Und diesem ganzheitlichen Ansatz der Qualifizierungsoffensive folgend bildet neben der klassischen Aus-, Fort- und Weiterbildung der Trainer auch die Qualifizierung der in der Organisation und der allgemeinen Sportpraxis tätigen Vereinsmitarbeiter einen der wesentlichen Schwerpunkte der DFB-Qualifizierungsoffensive.

Und diesem ganzheitlichen Ansatz der Qualifizierungsoffensive folgend bildet neben der klassischen Aus-, Fort- und Weiterbildung der Trainer auch die Qualifizierung der in der Organisation und der allgemeinen Sportpraxis tätigen Vereinsmitarbeiter einen der wesentlichen Schwerpunkte der DFB-Qualifizierungsoffensive.

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